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Über den Verein “Freunde der Casa Avanzini”

Ein Blick zurück in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts

Der Anblick der zwei eleganten alten Damen, die eine vornehme Haltung zur Schau trugen, versetzte einen in eine andere Zeit. Jeden Nachmittag machten sie, ausgerüstet mit Hut und Spitzenhandschuhen, Spazierstock oder Sonnenschirm, ihren Spaziergang durch die einzige Allee des kleinen Dorfes Curio. Als sie eines Tages ihre Spaziergänge nicht mehr machten, fehlte im Dorfbild etwas.

Die zwei Damen waren Annita, die Witwe des letzten Nachkommen der Familie Avanzini und ihre Schwester Emma. Als Annita Avanzini am 1. August 1998 starb, wurde die Gemeinde Curio faktisch Erbe der Casa Avanzini, welche von Pietro, dem letzten Nachkommen der Familie der Bevölkerung, geschenkt worden war. Pietro Avanzini, ein Mann von grosser Kultur, hatte die Idee gehabt und den Wunsch geäussert, sein Haus den Künstlern des Malcantone zur Verfügung zu stellen (Brief von Mario Alberti, Dr. E. W. Alther, andere Zeugen).

 

Das ungewisse Schicksal des Hauses, die Entstehung des Vereins “Freunde der Casa Avanzini”

Im folgenden Jahr, 1999, beschloss das Municipio (Exekutive)  von Curio, das Haus zu verkaufen und nahm Verhandlungen mit einer Privatperson auf.

Eine Zukunft des Hauses, so wie sie sich Pietro Avanzini vorgestellt hatte, wurde ungewiss. Den Verkaufsplänen haben sich verschieden Mitglieder des Dorfparlamentes und andere Bürger entgegengestellt. Die Gründung des Vereins “Freunde der Casa Avanzini” ist eine Folge dieses Widerstandes. Sein Zweck ist es, die öffentliche Nutzung  des Hauses und seine kulturelle Bedeutung zu fördern und damit dem Willen des Schenkers zum Durchbruch zu verhelfen. Im Herbst 2000 wurde eine erste Versammlung organisiert, mit allen interessierten Bürgern und den diversen kulturellen Vereinen und Körperschaften, wie dem Museum des Malcantone, der Region Malcantone, dem Tourismusverein und dem Heimatschutz. Am 11.11.2000 wurden an der Gründungsversammlung die Statuten genehmigt und das erste Komitee gewählt.

 

Jahre des Stillstands

Es folgten viele Diskussionen um Ideen und Vorschläge für die Nutzung des Hauses: Räume für Künstler, Zeremonie-Raum für Hochzeiten und andere Feiern, Konzert-Saal und vieles andere. Die Stiftung “Ferien im Baudenkmal” des Schweizer Heimatschutzes (www.heimatschutz.ch) bemühte sich darum, einen Teil der Casa Avanzini in ihr Projekt aufzunehmen. Aber schliesslich wurden keine dieser Ideen verwirklicht. In den folgenden Jahren hat die Gemeinde mehrere Anstrengungen unternommen, das Haus zu verkaufen, aber ohne Erfolg. Die Diskussionen zwischen den Verfechtern einer öffentlichen Nutzung und den Verfechtern eines Verkaufs an Private führten zu keiner gangbaren Lösung. Dies hat dazu geführt, dass der Verein und sein Komitee seit 2008 die Aktivitäten aufs Eis gelegt haben. Der Verein wurde aber nicht aufgelöst und einige seiner Mitglieder haben die Hoffnung auf eine Zukunft für die Casa Avanzini nicht aufgegeben.

 

Ein neues Traum-Projekt

Ein neues Kapitel in der Geschichte der Casa Avanzini wird  im Jahr 2013 aufgeschlagen:  Das Komitee des Tessiner Kunsthandwerks Glati (Artigianato del Ticino, www.glati.ch), in Person des Präsidenten Claudio Gianettoni, legt ein Projekt zur Nutzung des geschichtsträchtigen Wohnsitzes durch die Kunsthandwerker der Region Lugano vor. Die Gemeinde steht dem Projekt positiv gegenüber. Das kantonale Finanz- und Wirtschaftsdepartement und der Verbund für die regionale Entwicklung der Region Lugano werden mit einbezogen. Beide interessieren sich für das Projekt. Diese Aussichten lösen bei den Freunden der Casa Avanzini grosse Freude aus. Der Verein wird 2015 reaktiviert. Er will das Projekt der Glati unterstützen und der Casa Avanzini gemäss seinem Vereinszweck in ihrer historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Dimension zu neuem Glanz verhelfen.

   

Pietro Avanzini

Pietro Avanzini, ein Mann von grosser Kultur, hatte die Idee gehabt und den Wunsch geäussert, sein Haus den Künstlern des Malcantone zur Verfügung zu stellen (Brief von Mario Alberti, Dr. E. W. Alther, andere Zeugen).